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Samstag, 24. Mai 2014

Wie Gott mich fand

Als ich mich bekehrt habe, da dachte ich, es gäbe eigentlich keinen Grund, dass ich Gott in meinem Leben brauchte. Ich hatte alles im Griff, keine größeren Sorgen, Krankheiten, Süchte, sogar mein extremes Rauchen hatte ich vor 18 Jahren von heute auf morgen aufgehört. In der Esoterik fand ich einiges, was meinem Leben noch Grundlage verschafft hätte. Endlich ging es alles aufwärts. Dann kam Gott. An Jesus hätte ich nicht geglaubt. Nein, es war Gott der Vater. Das konnte ich ja noch glauben. Dass es irgendwo Gott gab, war mir ja auch schon klar. Jemand der Gottes Geist nicht hat, der kann ihn aber nicht erkennen. 

Das erste Mal hörte ich Gottes Stimme, als ich in der Bibel las. Es hätte damals auch das sechste Buch Mose sein können, da hätte ich gar keinen großen Unterschied gesehen. Nur sagte mir Gott beim Lesen der Schöpfungsgeschichte selbst, dass das alles wahr sei. So hätte ich doch nie geglaubt, und an Jesus schon gar nicht. Ich wollte nur jemandem zeigen, wie blöd er war, dass er glaubte, die Bibel sei Gottes Wort. Das war der Grund, warum ich überhaupt eine Bibel besaß. Aber Gott ließ mich von da an nie wieder los. Ich denke, DAS muss passieren, damit Menschen zum Glauben kommen. SO war das jedenfalls bei mir, und das nicht in einer Kirche, nicht über ein christliches Elternhaus und nicht über einen Priester. Ich bin die einzige in meiner Familie, die zum Glauben gekommen ist.

Der Vater zieht zum Sohn... Genau das habe ich erlebt. Als ich dann den Durchbruch hatte, da habe ich Jesus Christus auf einer ProChrist Veranstaltung in der Gemeinde bekannt, in die ich später Mitglied wurde und auch getauft. Die Worte von Pfarrer Parzany waren es damals auch nur indirekt... Es war keine spontane Aktion von mir, sondern ich war nur zu dem Zweck gegangen, von Gott eine Antwort zu bekommen, und die bekam ich auch.

Ich stellte Gott auf die Probe, bevor ich das erste Mal zu dieser Evangelisation ging, wo ich niemanden kannte. Zu Hause öffnete ich die Bibel und sprach zu Gott: "Wenn es Dich wirklich gibt, dann zeige mir das. Ich suche mir eine Seite aus der Bibel heraus, ohne hinzuschauen, und Du gibst mir ein Zeichen, dass es Dich wirklich gibt." An Wunder und Zeichen konnte ich ja durch meine Praxis mit esoterischen Angelegenheiten auch glauben.

Dann öffnete ich irgendwo die Bibel und hatte dann die Geschichte mit dem Mann, der "Legion" hieß, vor mir liegen. Das verstand ich nun gar nicht. Der war ja von Dämonen besessen. Das war doch nicht ich... war ich auch nicht, denn so tief hatte ich mich dann noch nicht ins Okkulte eingelassen. Süchte hatte ich auch keine. Keinen Alkohol, keine Drogen, kein Nikotin.

Na ja, ich ging also dahin und setzte mich auf den Stuhl in dieser Gemeinde. Dann fing Pfarrer Parzany an zu predigen, und ich rutsche immer tiefer auf dem Stuhl nach unten, als ich merkte, worüber. Er predigte über diesen Legion... Ich konnte es nicht fassen. Dann bin ich nach Hause gegangen und habe sehr mit mir ringen müssen. An dem Abend habe ich meinen Glauben nicht bekannt, und Jesus Christus schon gar nicht. Ich überlegte, und ich wusste nun, dass es Gott gab, und dass es nur diesen einzigen Gott gab, den man nur bei den Christen finden konnte. Aber Jesus? Dann war es aber doch der Vater, der mich wieder in diese Gemeinde zog, und der mit mir irgendwie verbunden war. Dem wollte ich vertrauen. Aber dafür hätte ich Jesus Christus bekennen müssen... Na, Er tat dann noch ein Wunder.

Ich saß also zwei Tage später wieder auf einem Stuhl in dieser Gemeinde. Ich habe nicht einmal mehr Ahnung, was Pfarrer Parzany da gepredigt hat. Ich war nur im Dialog mit Gott, völlig weg von allem, und mit meinen Zweifeln an Jesus Christus als Sohn Gottes. 

Aber dann redete Gott wieder zu mir und sagte. "Vera, ich habe Dir immer gezeigt, dass es mich gibt, wenn Du darum gefragt hast und alles gemacht, damit Du mir glaubst und so viel für Dich getan", und er zählte mir all das auf, was das war. Dann kam seine für mich über Tod und Leben entscheidende Frage: "Was muss ich denn noch alles machen, damit Du mir endlich glaubst?"  

Das war es. Ich war wie benommen, aber ich ging nach vorn vor ca. 300 Menschen und bekannte Jesus Christus als meinen Herrn. Wer das genau war und wer der für mich war, das habe ich eine Weile danach begriffen. 

Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass der Vater, der mich gesandt hat, ihn ziehe; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tage.
Johannes 6:44 GEB

So war das bei mir. Das war im Jahr 2000, in dem Jahr, in dem ich auch getauft wurde. 
Komisch, als ich noch nicht gläubig war, da fragte ich auch nach Zeichen und Wundern. Heute erlebe ich Gott täglich – da brauche ich so etwas nicht mehr. 

Gottes Segen!

Eure Vera  


Mittwoch, 23. Oktober 2013

Klassische Bekehrung

Das wäre klassisch: Der sündige Mensch erkennt Gott und Seine Größe und versteht, dass er vor Ihm mit seiner Schuld nicht bestehen kann. Kommt es zur Reue und einer Umkehr, dann vergibt Gott die Schuld und der Mensch ist frei und wird von Gottes Geist erfüllt. Ein neues Leben hat dann begonnen....

Gott mach das allerdings nicht bei jedem gleich... In meinem Fall dachte ich zunächst immer noch, ich sei gut genug... Gott vergab mir aber dennoch schon einmal - er wusste mich ja sicher, weil Er der Herr über die Zeit ist. So sehr hat Er mich geliebt, dass Er schon vor 2000 Jahren auch für mich ans Kreuz ging. Damals hat Er das ja schon alles gewusst, was heute ist. Zeitreisen gibt es also, Herr Hawking, ja, ich kennen Einen , der kann durch Raum und Zeit reisen, durch verschlossene Türen gehen und hat den Tod überwunden.

Wie war das nun bei mir mit der Sündenerkenntnis? Ich wusste bei meiner Bekehrung, dass ich niemals mehr etwas anderes wollte, als mein Leben von da an mit Gott zu gehen. Das ist über 13 Jahre her. Gott war so gnädig, dass Er mir meine Sünde nach und nach erst zeigte, als sie schon vregeben war. Aber erkannt habe ich sie schon, und manchmal schäme ich heute sogar noch für das alles, was ich in meinem Leben so vor Gott vermasselt habe. Manchmal vermassle ich auch heute noch Dinge. Gott sei Dank! Gott vergibt!

Gottes Segen euch allen!
 
Photo by Vera Six (Love Ya!), © copyright 2013
http://www.love-ya-art.com

Sonntag, 20. Oktober 2013

Jesaja 43:6 ...und will sagen gegen Mitternacht: Gib her! und gegen Mittag: Wehre nicht! Bringe meine Söhne von ferneher und meine Töchter von der Welt Ende

Jesaja 43:6 ...und will sagen gegen Mitternacht: Gib her! und gegen Mittag: Wehre nicht! Bringe meine Söhne von ferneher und meine Töchter von der Welt Ende
 
Obgleich diese verheißungsvolle Botschaft dem Samen Israels gegeben ward und dem Morgenlande galt, so dürfen wir sie doch auch zu unsrem Segen uns aneignen. In allem Guten weichen wir von Natur gern zurück, und es ist eine Unterweisung der Gnade, wenn wir lernen vorwärts gehen in den Wegen Gottes. Lieber Freund, stehst du vielleicht Gott noch ferne und möchtest doch gern dein Vertrauen auf den Herrn Jesum setzen? Dann „wehre nicht.“ Die Liebe dringet dich, die Verheißungen sichern dir das Gelingen, das teure Blut Jesu bereitet dir den Weg. Laß dich weder Sünden noch Furcht hindern, sondern komme zu Jesu, wo du stehst und gehst. Verlangt dich zu beten? Möchtest du gern dein Herz vor dem Herrn ausschütten? Wehre nicht. Der Gnadenstuhl ist um derer willen da, die Gnade bedürfen; eines Sünders Schreien gilt viel bei Gott. Du bist eingeladen, nein, du wirst genötigt zu beten, darum komme freudig und mutig zum Thron der Gnade. 

Lieber Freund, bist du schon errettet? Dann „wehre nicht,“ und halte dich zum Volk des Herrn. Verachte deine Taufe nicht, und verschmähe nicht das Mahl des Herrn, sondern gedenke der Einsetzungen deines Heilandes. Du bist vielleicht furchtsam, dich vor den Augen der Welt offen zum Herrn zu bekennen; aber du mußt dagegen kämpfen, auf daß du nicht ungehorsam werdest. Es ist den treuen Bekennern Christi eine liebliche Verheißung gegeben; laß sie nicht fahren, damit du nicht in die Verdammnis derer fällst, die Ihn verleugnen. Hast du Gaben, so brauche sie, und „wehre nicht.“ Häufe keine Reichtümer auf, und vergeude deine Zeit nicht; laß deine Kenntnisse nicht verrosten noch deinen Einfluß brach liegen. Jesus wehrte nicht; so sei Ihm ähnlich an Selbstverleugnung und Opfersinn. „Wehre nicht“ der Gemeinschaft mit Gott, sondern ergreife die Bundesverheißungen, wachse in einem göttlichen Leben, und dringe tief ein in die seligen Geheimnisse der Liebe Christi. Und laß dir, lieber Freund, auch nicht zu schulden kommen, daß du durch deine Kälte, deine Härte oder dein Mißtrauen andern wehrst. Um Jesu willen gehe andern voran mit einem aufmunternden Beispiel. Die Hölle und die verbündeten Mächte des Aberglaubens und des Unglaubens haben sich aufgemacht zum Kampfe. So kämpfet recht! 

- Charles Haddon Spurgeon

Mittwoch, 26. Juni 2013

Wie wird man Christ?

Der Tag, an dem Gott mich gerufen hat, den werde ich niemals vergessen! Erst war Seine Stimme ganz leise, aber trotzdem unüberhörbar. Dann wurde sie aber immer lauter. Ich las Bibel, weil ich Gott näher sein wollte, und Er zog mich immer näher heran. Dann stellte ich Ihn auf die Probe... Er nahm mir das nicht einmal übel, sondern rüttelte mich wach und zeigte mir, was Er alles schon in meinem Leben für mich getan hatte und fragte mich, was Er denn noch alles für mich tun müsse, damit ich endlich an Ihn glaube? Da konnte ich nicht mehr anders. Es war damals bei einer ProChrist-Veranstaltung in meiner früheren Gemeinde. Als dazu eingeladen wurde, ging ich als Einzige an dem Tag nach vorne und betete mit. Im selben Jahr noch ließ ich mich in dieser Gemeinde taufen. Das habe ich niemals bereut.

Mittwoch, 27. März 2013

Gott vertrauen

Damals, als ich mich bekehrte vor fast genau 13 Jahren, hat mir Gott vor Augen geführt, dass meine schlimmste Sünde es gewesen war, Ihm nicht zu vertrauen, Ihn zu ignorieren. Ich hatte mein Leben ohne Ihn gelebt. Ja, ja, irgendwo musste es einen Gott geben, das dachte ich auch schon in der Zeit davor, aber einen, der mir vielleicht vorschreiben wollte, wie ich zu leben hätte, den wollte ich denn doch nicht akzeptieren. Dann aber hat dieser Gott selbst das Ruder übernommen und mich damit konfrontiert und mich gefragt, warum ich Ihm denn immer noch nicht glauben würde, obwohl Er mir doch schon so viel Gutes getan hatte. Er zeigte mir all diese Dinge, und dann hielt mich nichts mehr, meinem Gott zu vertrauen und mit Ihm durch mein Leben gehen zu wollen.

Das war das Beste, was mir in meinem Leben jemals passieren konnte. Ich weiß gar nicht, wie ich Dummerle denken konnte, ein Leben mit Gott wäre schlechter als das, was ich hatte... Ich sehe heute, wie so viele Menschen sehr unter sich selbst oder anderen Menschen leiden und in der Falle sitzen zu meinen, dass sie sich selbst zum Maßstab machen müssten. Wo Gott der Maßstab ist, da gibt es zwar auch noch Leid, Verlustängste und üble Dinge, weil wir ja in dieser gefallenen Welt leben, aber da ist immer auch das Licht am Ende des Tunnels zu erkennen.

Mir fällt dazu der Psalm 23 ein...

(Ein Psalm Davids.)

Der HERR ist mein Hirte;
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf grüner Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele;
er führet mich auf rechter Straße
um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und dein Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl
und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen
mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des HERRN
immerdar.

(Psalm 23:1-6 GLB)


Photo by Vera Six (Love Ya!), © copyright 2013
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