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Posts mit dem Label Charles Haddon Spurgeon werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
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Dienstag, 1. Juli 2014
Sonntag, 5. Januar 2014
1 Petrus 5:7 Alle Sorge werfet auf ihn; denn er sorgt für euch
1 Petrus 5:7 Alle Sorge werfet auf ihn; denn er sorgt für euch.
Es ist selig und köstlich, dass wir uns unserer Sorgen entledigen können in dem Gefühl: „Er sorgt für mich.“ Lieber Christ! Verunehre deine Jüngerschaft Christi nicht durch dein Sorgen und Grämen; komm, wirf dein Anliegen auf deinen Herrn. Du wankst unter der schweren Last, die dein Vater nicht einmal spüren wird. Was dir wie ein zermalmendes Gewicht vorkommt, ist für Ihn kaum wie ein Stäublein, das in der Waage bleibt. Es ist nichts so köstlich wie
„Still Gott vertrauen
Und auf Ihn schauen.“
Du Kind des Leidens, sei geduldig, Gott hat dich in seiner Weltregierung nicht übersehen. Der die Sperlinge ernährt, gibt auch dir, was du bedarfst. Brüte nicht in zweifelnden und verzweifelnden Gedanken über dein Schicksal; hoffe, ja, hoffe zuversichtlich. Umgürte dich mit den Waffen des Glaubens gegen eine Sturmflut von Trübsal, so wird deine Glaubenszuversicht allem Jammer ein Ende machen. Es ist einer, der für dich sorget. Sein Auge ruht liebend auf dir, sein Herz schlägt voll Mitleid bei deinem Schmerz, und seine allmächtige Hand bringt dir die ersehnte Hilfe entgegen. Die schwärzeste Wolke wird zerrinnen in Regengüsse der Gnade. Die dunkelste Nacht weicht dem klaren Morgen. Wenn du Ihm angehörst, so wird Er deine Wunden verbinden und dein zerbrochenes Herz heilen. Zweifle ob deiner Heimsuchung nicht an seiner Gnade, sondern glaube, dass Er dich in den Zeiten der Trübsal ebenso lieb hat, wie in den Tagen der Wonne. Was für ein heiteres und ruhiges Leben könntest du führen, wenn du dich dem allwaltenden Gott vertrauensvoll hingäbest. Mit einer Handvoll Mehl im Kad und ein wenig Öl im Krug überstand Elias die Hungersnot, und so wirst auch du‘s erfahren. Wenn Gott für dich sorgt, was brauchst du auch noch zu sorgen? Kannst du Ihm deine Seele anvertrauen, warum nicht auch deinen Leib? Er hat sich noch nie geweigert, dir deine Last abzunehmen, noch nie ist Er unter ihrem Gewicht wankend geworden. O, so komme denn, liebe Seele! mach` ein Ende all deiner zaghaften Sorge, und befiehl all dein Anliegen Gott, deinem Herrn, der wird dir geben, was dein Herz wünscht. „Es ist ein köstliches Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des Herrn hoffen!“
- Charles Haddon Spurgeon
http://jesus-christus-gottes-wort.blogspot.com/2014/01/1-petrus-57-alle-sorge-werfet-auf-ihn.html
Es ist selig und köstlich, dass wir uns unserer Sorgen entledigen können in dem Gefühl: „Er sorgt für mich.“ Lieber Christ! Verunehre deine Jüngerschaft Christi nicht durch dein Sorgen und Grämen; komm, wirf dein Anliegen auf deinen Herrn. Du wankst unter der schweren Last, die dein Vater nicht einmal spüren wird. Was dir wie ein zermalmendes Gewicht vorkommt, ist für Ihn kaum wie ein Stäublein, das in der Waage bleibt. Es ist nichts so köstlich wie
„Still Gott vertrauen
Und auf Ihn schauen.“
Du Kind des Leidens, sei geduldig, Gott hat dich in seiner Weltregierung nicht übersehen. Der die Sperlinge ernährt, gibt auch dir, was du bedarfst. Brüte nicht in zweifelnden und verzweifelnden Gedanken über dein Schicksal; hoffe, ja, hoffe zuversichtlich. Umgürte dich mit den Waffen des Glaubens gegen eine Sturmflut von Trübsal, so wird deine Glaubenszuversicht allem Jammer ein Ende machen. Es ist einer, der für dich sorget. Sein Auge ruht liebend auf dir, sein Herz schlägt voll Mitleid bei deinem Schmerz, und seine allmächtige Hand bringt dir die ersehnte Hilfe entgegen. Die schwärzeste Wolke wird zerrinnen in Regengüsse der Gnade. Die dunkelste Nacht weicht dem klaren Morgen. Wenn du Ihm angehörst, so wird Er deine Wunden verbinden und dein zerbrochenes Herz heilen. Zweifle ob deiner Heimsuchung nicht an seiner Gnade, sondern glaube, dass Er dich in den Zeiten der Trübsal ebenso lieb hat, wie in den Tagen der Wonne. Was für ein heiteres und ruhiges Leben könntest du führen, wenn du dich dem allwaltenden Gott vertrauensvoll hingäbest. Mit einer Handvoll Mehl im Kad und ein wenig Öl im Krug überstand Elias die Hungersnot, und so wirst auch du‘s erfahren. Wenn Gott für dich sorgt, was brauchst du auch noch zu sorgen? Kannst du Ihm deine Seele anvertrauen, warum nicht auch deinen Leib? Er hat sich noch nie geweigert, dir deine Last abzunehmen, noch nie ist Er unter ihrem Gewicht wankend geworden. O, so komme denn, liebe Seele! mach` ein Ende all deiner zaghaften Sorge, und befiehl all dein Anliegen Gott, deinem Herrn, der wird dir geben, was dein Herz wünscht. „Es ist ein köstliches Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des Herrn hoffen!“
- Charles Haddon Spurgeon
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Photo by Vera Six (Love Ya!), © copyright 2013
http://www.love-ya-art.com
Donnerstag, 26. Dezember 2013
Zu Hiob 8:11
Zu Hiob 8:11 "Kann auch ein Rohr aufwachsen, wo es nicht feucht steht? oder Schilf wachsen ohne Wasser?"
Das Schilf ist schwammig und hohl, und gerade so auch der Heuchler; es ist keine Festigkeit und Zuverlässigkeit in ihm. Er wird von jedem äußern Einfluss, von jedem Wind der Lehre hin- und hergeworfen, wie das schwache Rohr; daher wird das Schilf vom Sturmwind nicht zerbrochen, noch werden die Heuchler in der Verfolgung mit Trübsal heimgesucht. Ich möchte ebenso ungern ein Betrüger sein als ein Betrogener; vielleicht dient die heutige Schriftstelle dazu, mir zu zeigen, ob ich ein Heuchler sei oder nicht. Das Schilf lebt von Natur im Wasser, und verdankt sein Bestehen der Feuchtigkeit und dem Schlamm, worin es Wurzel geschlagen hat; lasset den Schlamm vertrocknen, so welkt das Schilf bald hinweg. Sein Gedeihen hängt ganz und gar von äußeren Umständen ab, reichliches Wasser verleiht im üppiges Gedeihen, und Dürre richtet es plötzlich zu Grunde. Steht's mit mir vielleicht so? Diene ich Gott nur, wenn ich unter den Frommen bin, oder wenn mir die Gottesfurcht Gewinn und Achtung bringt? Liebe ich den Herrn nur, wenn ich zeitliches Glück aus seinen Händen empfange? Wenn dem so ist, dann bin ich ein elender Heuchler, und gleich dem welkenden Schilf muss ich verderben, wenn der Tod mir die äußere Freude raubt. Wenn ich aber aufrichtig bezeugen kann, dass, ob auch des leiblichen Wohlergehens wenig ist und meine Umgebungen der Gnade eher feindselig als hoffnungerweckend gegenüberstehen, ich dennoch festhalte an meiner Frömmigkeit, dann darf ich hoffen, dass echte, lebendige Gottesfurcht in mir wohnt. Das Schilf kann nicht aufwachsen, wo es nicht feucht steht, aber die Pflanzen, die des Herrn Rechte gepflanzt hat, blühen auch in den Jahren der Dürre. Ein gottesfürchtiger Mensch gedeiht manchmal erst dann recht gut, wenn seine zeitlichen Verhältnisse sich verschlimmern. Wer Christo um des Beutels willen nachfolgt, der ist ein Judas Ischariot; wer um der Brote und Fische willen nachfolgt, ist ein Kind des Unglaubens; wer Ihm aber nachfolgt aus ungefärbter Liebe zu seiner Person, gehört zu seinem geliebten Volk. Herr, lass mich mein Leben in Dir finden, und nicht in dem Sumpf des Gewinnes oder der Gunst dieser Welt.
"Hilf, dass, von jeder Falschheit frei,
Mein Herz, wie Du, ganz Wahrheit sei,
Mein Wandel rein ohn' Heuchelschein."
- C. H. Spurgeon
http://jesus-christus-gottes-wort.blogspot.com/2013/12/zu-hiob-811.html
Das Schilf ist schwammig und hohl, und gerade so auch der Heuchler; es ist keine Festigkeit und Zuverlässigkeit in ihm. Er wird von jedem äußern Einfluss, von jedem Wind der Lehre hin- und hergeworfen, wie das schwache Rohr; daher wird das Schilf vom Sturmwind nicht zerbrochen, noch werden die Heuchler in der Verfolgung mit Trübsal heimgesucht. Ich möchte ebenso ungern ein Betrüger sein als ein Betrogener; vielleicht dient die heutige Schriftstelle dazu, mir zu zeigen, ob ich ein Heuchler sei oder nicht. Das Schilf lebt von Natur im Wasser, und verdankt sein Bestehen der Feuchtigkeit und dem Schlamm, worin es Wurzel geschlagen hat; lasset den Schlamm vertrocknen, so welkt das Schilf bald hinweg. Sein Gedeihen hängt ganz und gar von äußeren Umständen ab, reichliches Wasser verleiht im üppiges Gedeihen, und Dürre richtet es plötzlich zu Grunde. Steht's mit mir vielleicht so? Diene ich Gott nur, wenn ich unter den Frommen bin, oder wenn mir die Gottesfurcht Gewinn und Achtung bringt? Liebe ich den Herrn nur, wenn ich zeitliches Glück aus seinen Händen empfange? Wenn dem so ist, dann bin ich ein elender Heuchler, und gleich dem welkenden Schilf muss ich verderben, wenn der Tod mir die äußere Freude raubt. Wenn ich aber aufrichtig bezeugen kann, dass, ob auch des leiblichen Wohlergehens wenig ist und meine Umgebungen der Gnade eher feindselig als hoffnungerweckend gegenüberstehen, ich dennoch festhalte an meiner Frömmigkeit, dann darf ich hoffen, dass echte, lebendige Gottesfurcht in mir wohnt. Das Schilf kann nicht aufwachsen, wo es nicht feucht steht, aber die Pflanzen, die des Herrn Rechte gepflanzt hat, blühen auch in den Jahren der Dürre. Ein gottesfürchtiger Mensch gedeiht manchmal erst dann recht gut, wenn seine zeitlichen Verhältnisse sich verschlimmern. Wer Christo um des Beutels willen nachfolgt, der ist ein Judas Ischariot; wer um der Brote und Fische willen nachfolgt, ist ein Kind des Unglaubens; wer Ihm aber nachfolgt aus ungefärbter Liebe zu seiner Person, gehört zu seinem geliebten Volk. Herr, lass mich mein Leben in Dir finden, und nicht in dem Sumpf des Gewinnes oder der Gunst dieser Welt.
"Hilf, dass, von jeder Falschheit frei,
Mein Herz, wie Du, ganz Wahrheit sei,
Mein Wandel rein ohn' Heuchelschein."
- C. H. Spurgeon
http://jesus-christus-gottes-wort.blogspot.com/2013/12/zu-hiob-811.html
Sonntag, 15. Dezember 2013
Matthäus 11:28
Matthäus 11:28 Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.
Kommet! ist der liebliche Zuruf, den die evangelische Heilsbotschaft an
uns richtet. Das alttestamentliche Gesetz befahl in strengem Tone:
„Gehe, habe acht auf deine Tritte, dass du richtig wandelst. Brich das
Gesetz, so wirst du umkommen; halte die Gebote, so wirst du leben.“ Das
Gesetz war ein Bund der Schrecknisse, der die Menschen vor sich hintrieb
wie mit Geißelhieben; das Evangelium zieht die Sünder mit Seilen der
Liebe. Jesus ist der gute Hirte, der vor den Schafen hergeht, der sie
Ihm nachfolgen heißt und sie zu den lieblichen Höhen des Himmels leitet
mit dem süßen Lockruf: „Kommet.“ Das Gesetz verstockt, das Evangelium
lockt. Das Gesetz offenbart die Kluft, die zwischen Gott und Menschen befestigt ist; das Evangelium überbrückt den schauerlichen Abgrund, und trägt den Sünder sicher hinüber.
Vom ersten Augenblick deines geistlichen Lebens an bis hinaus zu deinem
Eingang zur ewigen Herrlichkeit lautet Christi Einladung an dich:
„Komm, ja, komm her zu mir.“ Gerade wie eine Mutter, die ihrem Kindlein
den Finger darreicht und es zum Gehen ermutigt mit den Worten: „Komm,“
so macht‘s auch der Herr Jesus. Er bleibt allezeit vor euren Augen und
heißt euch Ihm nachfolgen, wie ein Krieger seinem Heerführer nachfolgt.
Er schreitet unaufhörlich vor euch her, um euch den Weg zu bahnen und
euren Pfad zu ebnen, und ihr vernehmt seine aufmunternde Stimme, wie Er
euch durch euer ganzes Leben hindurch Ihm nachfolgen heißt; und in der
feierlich ernsten Stunde des Todes ruft Er euch mit dem köstlichen Zuruf
ab in die himmlische Heimat: „Kommet, ihr Gesegneten meines Vaters.“
Aber dies ist nicht allein Christi Zuruf an dich, sondern, wenn du an
Ihn glaubst, so ist‘s auch dein Sehnsuchtsruf nach Ihm: „Komm! ja,
komm!“ Dich verlangt sehnlich nach seiner zweiten Zukunft; du rufst aus:
„Komm bald; ja, komm, Herr Jesu!“ Du seufzest nach innigerem und
herzlicherem Umgang mit Ihm. So wie seine Stimme dir zuruft: „Komm,“ so
antwortet Ihm deine Stimme zurück: „Komm, o Herr, und bleibe bei mir.
Komm, und nimm alleinigen Besitz von meinem Herzen, wohne und throne
darin; herrsche darin unumschränkt und mit ungeteilter Gewalt, und
heilige mich ganz zu Deinem Dienst.“
- Charles Haddon Spurgeon
http://jesus-christus-gottes-wort.blogspot.com/2013/12/matthaus-1128-kommet-her-zu-mir-alle.html
Freitag, 22. November 2013
1 Johannes 1:6 So wir sagen, daß wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit.
Als wir durch den Glauben mit Christo vereinigt wurden, kamen wir in eine so völlige Gemeinschaft mit Ihm, dass wir eins wurden mit Ihm, und dass seine und unsre Neigungen sich gegenseitig und übereinstimmend gestalte- ten. Wir haben Gemeinschaft mit Christo in seiner Liebe. Alles, was Er liebt, lieben auch wir. Er liebt die Heiligen; wir auch. Er liebt die Sünder; wir auch. Er liebt das arme, verirrte Menschengeschlecht und seufzt und sehnt sich, dass die Wüste dieser Erde möchte in ein Paradies des Herrn verwandelt werden; so auch wir. Wir haben Gemeinschaft mit Ihm in seinen Wünschen. Ihn verlangt nach der Verherrlichung Gottes; danach trachten wir auch. Er wünscht, dass die Heiligen möchten bei Ihm sein, wo Er ist; und dort wünschen auch wir bei Ihm zu sein. Er sehnt sich danach, die Sünde zu vernichten; siehe, wir kämpfen unter seinem Panier. Er möchte gern, dass seines Vaters Name geliebt und gelobt würde von aller Kreatur; und auch wir bitten täglich: „Dein Reich komme; Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel.“ Wir haben Gemeinschaft mit Christo in seinen Leiden. Wir werden zwar nicht ans Kreuz geheftet, noch sterben wir eines grausamen Todes, aber wenn Er geschmähet wird, so werden wir mitgeschmähet; und wahrlich, es ist süß, um seinetwillen Schmach zu erdulden; verachtet zu werden, weil wir in seiner Nachfolge wandeln; und die Welt zum Feinde zu haben. Der Jünger ist nicht über seinem Meister. In unserem Teil haben wir Gemeinschaft mit Ihm in seinen Mühsalen und in seiner Arbeit, indem wir den Menschen dienen durch das Wort der Wahrheit und durch Werke der Liebe. Unsre Speise und Erquickung besteht wie die seine darin, dass wir den Willen tun Des, der uns gesandt hat, und vollenden sein Werk. So haben wir auch Gemeinschaft mit Christo in seinen Freuden. Wir sind selig in seiner Seligkeit, wir freuen uns über seine Erhöhung. Hast du je diese Freude geschmeckt, liebe gläubige Seele? Es gibt keine reinere und entzückendere Wonne, und ist keine höhere bekannt unter dem Himmel, als die, dass wir Christi Freude in uns vollkommen haben, auf dass unsre Freude überschwänglich sei. Seine Herrlichkeit erwartet uns, um unsre Gemeinschaft völlig zu machen, denn seine Gemeinde wird mit Ihm sitzen auf seinem Stuhl als seine innig geliebte Braut und Königin.
- Charles Haddon Spurgeon
- Charles Haddon Spurgeon
Montag, 18. November 2013
Titus 3:9 Der törichten Fragen aber, der Geschlechtsregister, des Zankes und Streites über das Gesetz entschlage dich; denn sie sind unnütz und eitel.
Der törichten Fragen aber, der Geschlechtsregister, des
Zankes und Streites über das Gesetz entschlage dich; denn sie sind
unnütz und eitel.
Unsrer Tage sind wenig, und wir tun weit besser,
wenn wir sie dazu verwenden, etwas Gutes zu wirken, als über Dinge zu
streiten, die im besten Fall doch nur von ganz untergeordneter Bedeutung
sind. Jene Männer, denen die Erziehung und der Unterricht früherer
Geschlechter anvertraut war, machten sich eines großen Missgriffs in
ihrem Wirken schuldig, dass sie unablässig Gegenstände behandelten, die
dem Gesichtskreis der Kinder fern lagen; und die Gemeinden der gläubigen
Christenheit leiden Schaden unter dem
kleinlichen Wortgezänk über unbedeutende Fragen und verborgene Dinge.
Nachdem alles gesagt ist, was sich sagen lässt, ist kein Teil umso
weiser geworden, und darum fördert der Streit so wenig die Erkenntnis
als die Liebe, und es ist töricht, ein so unfruchtbares Feld bebauen zu
wollen. Fragen über Dinge, worüber die Heilige Schrift schweigt, über
Geheimnisse, die Gott allein betreffen, über Weissagungen von
schwankender Auslegung und über die Art und Weise, wie es mit der
äußerlichen Gottesdienstordnung solle gehalten werden, sind ganz
töricht, und weise Menschen weichen ihnen aus. Unsre Pflicht ist,
törichte Fragen weder aufzuwerfen noch zu beantworten, sondern uns ihrer
zu entschlagen; und wenn wir nach des Apostels Vorschrift dahin
trachten, „dass wir in einem Stande guter Werke gefunden werden,“ dann
werden wir mit nützlichem Wirken so vollauf beschäftigt sein, dass uns
keine Musse bleibt zu unwürdigen, unnötigen und zwecklosen Erörterungen.
Aber es gibt andere Fragen, die nicht töricht und müßig sind, denen wir
nicht ausweichen, sondern aufrichtig begegnen sollen: „Glaube ich an
den Herrn Jesum Christum? Bin ich erneuert in dem Geist meines Gemüts?
Wandle ich nicht mehr nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist? Wachse
ich in der Gnade? Schmückt mein Wandel die Lehre Gottes, meines
Heilandes? Warte ich auf die Zukunft des Herrn, und bin ich wachsam als
ein Knecht, der seines Herrn und Meisters gewärtig ist? Was kann ich
noch mehr für Jesum wirken?“ Solche und ähnliche Fragen erfordern unsre
ganze Aufmerksamkeit; und haben wir uns je in Spitzfindigkeiten
eingelassen, so wollen wir uns von nun an nützlicheren Dingen zuwenden.
Lasset uns Frieden halten und dahin trachten, dass wir sowohl durch
unser Wort, wie durch unsern Wandel andre abzuhalten suchen von
„törichten Fragen.“
- Charles Haddon Spurgeon
Mittwoch, 13. November 2013
Johannes, Kapitel 15:4,
Johannes, Kapitel 15:4
Charles Haddon Spurgeon, Johannes, Kapitel 15:4,
Bleibet in mir und ich in euch. Gleichwie die Rebe kann keine Frucht bringen von ihr selber, sie bleibe denn am Weinstock, also auch ihr nicht, ihr bleibet denn in mir. - Johannes, Kapitel 15:4
Wie hast du‘s angefangen, dass du Frucht brachtest? Du bist zum Herrn Jesu gekommen und hast dich auf seine vollkommene Gerechtigkeit verlassen. O, was hast du da für herrliche Früchte getragen! Erinnerst du dich noch an diese schönen Tage deiner ersten Liebe? Damals hat dein Weinstock in Wahrheit geblüht, die jungen Trauben sind zum Vorschein gekommen, die Granatäpfelbäume haben ausgeschlagen und Augen gewonnen, und die Gewürzgärtlein haben ihren süßen Geruch gegeben. Bist du seitdem matt geworden in deinem Eifer? O, wenn das wäre, so beschwöre ich dich, gedenke der Zeit der ersten Liebe, und tue die ersten Werke. Halte dich vor allem an das, wovon du aus Erfahrung weißt, dass es dich zu Christo hingezogen hat, weil von Ihm alle deine Früchte ausgehen. Jegliche Übung der Gottseligkeit, die dich zu Jesu führt, trägt dazu bei, dass du Frucht trägst. Die Sonne ist ohne Zweifel die hauptsächlichste Ursache der Fruchtbarkeit unter den Bäumen des Obstgartens; und noch in weit höherm Maße ist‘s der Herr Jesus unter den Bäumen des Gartens seiner Gnade. Wann bist du am unfruchtbarsten gewesen? War‘s nicht damals, wo du fern von deinem Herrn und Heiland Jesus Christus dahinlebtest, wo du lässig warest im Gebet, wo du vom einfältigen Glauben an das Blut deines Erlösers abwichest, wo deine Tugenden dich aufblähten, statt dass du dafür deinem Herrn die Ehre gabst; wo du sprachst: „Mein Berg stehet fest, ich werde nimmermehr daniederliegen;“ und hast vergessen, worin deine Kraft ruht - damals hast du aufgehört, Frucht zu bringen; ist‘s nicht also? Viele von uns haben durch furchtbare Demütigungen unsrer Seelen vor dem Herrn erfahren und gelernt, dass wir nichts haben, was wir nicht von Christo hätten, und nichts, wenn wir nicht vor allem Christum selber haben; und wenn wir gesehen haben, wie äußerst öde und tot alle kreatürliche Kraft ist, so haben wir in unsern Ängsten geschrieen: „Bei Ihm allein wird alle meine Frucht gefunden, denn ich kann nie je eine gute Frucht bringen!“ Die Erfahrung vergangener Tage hat uns gelehrt, dass, je einfältiger wir in allen Dingen auf die Gnade Gottes in Christo abstellen, und auf den Heiligen Geist warten, umso mehr werden wir unserem Gott Frucht bringen. O, erwartet alle eure Frucht, wie all euer Leben vom Heiland, und vertrauet ganz und allein auf Ihn!
- Charles Haddon Spurgeon
Charles Haddon Spurgeon, Johannes, Kapitel 15:4,
Bleibet in mir und ich in euch. Gleichwie die Rebe kann keine Frucht bringen von ihr selber, sie bleibe denn am Weinstock, also auch ihr nicht, ihr bleibet denn in mir. - Johannes, Kapitel 15:4
Wie hast du‘s angefangen, dass du Frucht brachtest? Du bist zum Herrn Jesu gekommen und hast dich auf seine vollkommene Gerechtigkeit verlassen. O, was hast du da für herrliche Früchte getragen! Erinnerst du dich noch an diese schönen Tage deiner ersten Liebe? Damals hat dein Weinstock in Wahrheit geblüht, die jungen Trauben sind zum Vorschein gekommen, die Granatäpfelbäume haben ausgeschlagen und Augen gewonnen, und die Gewürzgärtlein haben ihren süßen Geruch gegeben. Bist du seitdem matt geworden in deinem Eifer? O, wenn das wäre, so beschwöre ich dich, gedenke der Zeit der ersten Liebe, und tue die ersten Werke. Halte dich vor allem an das, wovon du aus Erfahrung weißt, dass es dich zu Christo hingezogen hat, weil von Ihm alle deine Früchte ausgehen. Jegliche Übung der Gottseligkeit, die dich zu Jesu führt, trägt dazu bei, dass du Frucht trägst. Die Sonne ist ohne Zweifel die hauptsächlichste Ursache der Fruchtbarkeit unter den Bäumen des Obstgartens; und noch in weit höherm Maße ist‘s der Herr Jesus unter den Bäumen des Gartens seiner Gnade. Wann bist du am unfruchtbarsten gewesen? War‘s nicht damals, wo du fern von deinem Herrn und Heiland Jesus Christus dahinlebtest, wo du lässig warest im Gebet, wo du vom einfältigen Glauben an das Blut deines Erlösers abwichest, wo deine Tugenden dich aufblähten, statt dass du dafür deinem Herrn die Ehre gabst; wo du sprachst: „Mein Berg stehet fest, ich werde nimmermehr daniederliegen;“ und hast vergessen, worin deine Kraft ruht - damals hast du aufgehört, Frucht zu bringen; ist‘s nicht also? Viele von uns haben durch furchtbare Demütigungen unsrer Seelen vor dem Herrn erfahren und gelernt, dass wir nichts haben, was wir nicht von Christo hätten, und nichts, wenn wir nicht vor allem Christum selber haben; und wenn wir gesehen haben, wie äußerst öde und tot alle kreatürliche Kraft ist, so haben wir in unsern Ängsten geschrieen: „Bei Ihm allein wird alle meine Frucht gefunden, denn ich kann nie je eine gute Frucht bringen!“ Die Erfahrung vergangener Tage hat uns gelehrt, dass, je einfältiger wir in allen Dingen auf die Gnade Gottes in Christo abstellen, und auf den Heiligen Geist warten, umso mehr werden wir unserem Gott Frucht bringen. O, erwartet alle eure Frucht, wie all euer Leben vom Heiland, und vertrauet ganz und allein auf Ihn!
- Charles Haddon Spurgeon
Freitag, 25. Oktober 2013
Ruth 2:3 . Sie ging hin, kam und las auf, den Schnittern nach, auf dem Felde. Und es begab sich eben, daß dasselbe Feld war des Boas, der von dem Geschlecht Elimelechs war
Ruth 2:3 Sie ging hin, kam und las auf, den Schnittern nach, auf
dem Felde. Und es begab sich eben, daß dasselbe Feld war des Boas, der
von dem Geschlecht Elimelechs war.
Es begab sich eben. Freilich, es schien ein bloßer Zufall, aber wie wachte die göttliche Vorsehung so sorgfältig über dem allem! Ruth war fortgegangen, gesegnet von ihrer Mutter, unter der Obhut des Gottes ihrer Mutter, zu demütigender, aber ehrlicher Arbeit, und die Vorsehung Gottes leitete sie auf allen Schritten und Tritten. Wie wenig ahnte sie, dass sie unter den Garben auch ihren Mann finden würde, dass er sie zur Mitbesitzerin aller der weiten Ackergelände machen werde, ja, dass sie, die Fremde, in die Reihe der Vorfahren des großen Messias eintreten sollte! Gott ist sehr gütig gegen die, die auf Ihn vertrauen, und überrascht sie oft mit unerwarteten Segnungen. Wie wenig wissen wir doch, was uns morgen widerfahren mag; aber uns mag die liebliche Tatsache trösten, dass uns kein Gutes mangeln wird. Der Zufall ist verbannt aus dem Glaubensleben des Christen, denn in allem sieht er die Hand Gottes. Die kleinen Begebnisse von heute oder morgen können vielleicht Ereignisse von der größten Wichtigkeit herbeiführen. O Herr, handle mit Deinen Knechten doch auch so gnädig, wie mit Ruth.
Wie selig wäre es doch, wenn sich heute Abend, beim Umhergehen auf dem Acker der Erinnerung, begeben sollte, dass wir auf derjenigen Stelle auflesen, wo unser nächster Verwandter sich uns offenbaren will! O Geist Gottes, leite uns zu Ihm! Wir wollen lieber Ähren auflesen auf seinem Acker, als von dem Felde irgendeines andern den ganzen Ernte-Ertrag heimführen. Wo sind doch die Tritte seiner Herde, die uns zu den grünen Auen führen, wo Er weidet? Ach, wie öde und traurig ist doch diese Welt, wenn Jesus ihr mangelt! Wir könnten eher Sonne und Mond missen, als Ihn; aber wie göttlich-schön wird alles von der Herrlichkeit seiner Gegenwart verklärt! Unsre Seelen kennen die heilsame Kraft, die in Jesu wohnt, und können sich ohne Ihn nicht zufrieden geben. Wir wollen diesen Abend im Gebet verharren, bis dass es sich begebe, dass wir lesen auf einem Felde, welches unserem lieben Herrn Jesus gehört, und wo Er sich uns offenbaren will.
- Charles Haddon Spurgeon
| Photo by Vera Six (Love Ya!), © copyright 2013 http://www.love-ya-art.com |
Johannes 1:2 um der Wahrheit willen, die in uns bleibt und bei uns sein wird in Ewigkeit
Johannes 1:2 um der Wahrheit willen, die in uns bleibt und bei uns sein wird in Ewigkeit.
Wenn einmal die göttliche Wahrheit Eingang findet im menschlichen Herzen und sich den ganzen Menschen untertan macht, so kann sie keine menschliche noch teuflische Macht mehr in uns ausrotten. Sie bleibt nicht als Gast bei uns, sondern als göttliche Herrscherin; das ist unumgänglich notwendig für einen Christen, und der ist kein Christ, der dies nicht glaubt. Wer die lebendigmachende Kraft des Evangeliums empfindet, und die Macht des Heiligen Geistes kennt, der des Herrn Wort auftut, wirken lässt und besiegelt, ließe sich eher in Stücke zerreißen, als dass er sich das Evangelium von seiner Erlösung rauben ließe. Wie viel tausend Gnadensätze sind in der Zusicherung enthalten, dass die Wahrheit in uns bleibt und bei uns sein wird in Ewigkeit; dass sie im Leben unsre Hoffnung, im Sterben unser Trost, in der Auferstehung unser Triumphlied, in der Ewigkeit unsre Verherrlichung sein wird: das ist des Christen Vorrecht, ohne dasselbe hat unser Glaube einen geringen Wert. Über manche Wahrheiten wachsen wir hinaus und lassen sie hinter uns zurück, weil sie nur Vorübungen und Einleitungen für Anfänger enthalten; aber mit der göttlichen Wahrheit können wir nicht in gleicher Weise verfahren, denn ob sie gleich für kleine Kindlein süß und lieblich ist wie Milch, ist sie doch zugleich im höchsten Sinne des Worts starke Speise für die Starken. Die Wahrheit, dass wir Sünder sind, ist peinlich für uns und macht uns demütig und wachsam; die köstlichere Wahrheit, dass selig wird, wer an den Herrn Jesum glaubt, bleibt allezeit unsre Hoffnung und Freude. Die innere Erfahrung, weit entfernt, unser Festhalten an den Lehren der Gnade zu lockern, hat uns je länger je fester an dieselben gekettet. Wir glauben jetzt zuversichtlicher und unerschütterlicher als je zuvor, und unsre Gründe, an diesem Glauben festzuhalten, sind zahlreicher als zu irgendeiner Zeit, und wir hoffen zuversichtlich, dass es so bleiben wird, bis wir im Tode den Heiland in unsre Arme schließen. Wo nur immer diese bleibende Liebe zur Wahrheit sichtbar wird, haben wir die Pflicht, Liebe zu üben. Unser Mitgefühl umschließt nicht nur einen engen Kreis; unsre Herzensgemeinschaft muss weit sein wie die erwählende Liebe. So lasset uns zwar mit dem Irrtum kämpfen, aber dennoch den Bruder lieben um des Maßes von Wahrheit willen, das wir in ihm wahrnehmen.
- Charles Haddon Spurgeon
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Mittwoch, 23. Oktober 2013
Psalm 104:16 - daß die Bäume des HERRN voll Saft stehen, die Zedern Libanons, die er gepflanzt hat
Psalm 104:16 - daß die Bäume des HERRN voll Saft stehen, die Zedern Libanons, die er gepflanzt hat.
Libanons Zedern sind ein Sinnbild für das Volk der Christen, denn sie verdanken ihr Leben und Gedeihen ganz dem Herrn, der sie gepflanzt hat. Dies gilt von einem jeden Gotteskind. Es ist nicht von Menschen, noch von sich selbst, sondern von Gott gepflanzt. Die geheimnisvolle Hand des Heiligen Geistes streut den lebendigen Samen in ein Herz, das Er selbst zur Saat zubereitet hat. Jeder wahrhaftige Himmelserbe erkennt den großen Weingärtner als den an, der ihn gepflanzt hat. Außerdem bedürfen die Zedern Libanons keines Menschen, der sie bewässere; sie stehen auf einem hohen Felsen, nie befeuchtet von Menschenhand; und doch sorgt euer himmlischer Vater für sie. So verhält sich's mit dem Christen, der gelernt hat, seines Glaubens zu leben. Er ist unabhängig von Menschen, sogar von zeitlichen Dingen; er schaut auf den Herrn, seinen Gott, und auf Ihn allein; der erhält ihn beständig durch seine Gnade. Der himmlische Tau ist sein Teil, und Gott von Himmel sein Born. Wiederum werden die Zedern Libanons von keiner sterblichen Macht beschützt. Sie verdanken dem Menschen nicht im geringsten ihre Erhaltung, ihr fröhliches Gedeihen in Sturmessausen und Wetterbrausen. Sie sind Gottes Bäume, erhalten und bewahrt von Ihm, und ganz allein von Ihm. Ganz ebenso ist's mit dem Christen. Er ist keine Treibhauspflanze, die vor aller Unbill der Witterung geschützt wäre; er steht Wind und Wetter ausgesetzt; er hat weder Schutz noch Schirm, ausgenommen allein das, daß die breiten Flügel des ewigen Gottes die Zedern bedecken, die Er gepflanzt hat. Den Zedern gleich, stehen die Gläubigen auch voller Saft und haben Lebenskraft genug, um allezeit zu grünen, selbst mitten im winterlichen Schnee und erstarrenden Frost. Endlich gereicht das fröhliche und kräftige Gedeihen der Zedern und ihr majestätischer Wuchs Gott allein zur Ehre. Der Herr, ja, der Herr allein, ist den Zedern alles geworden, und darum sagt David so schön in einem seiner Psalmen: „Lobt den Herrn, fruchtbare Bäume, und alle Zedern.“ Es ist nichts im Gläubigen, was den Menschen verherrlichen könnte; er wird gepflanzt, ernährt und beschützt von des Herrn eigner Hand. Von dem Herrn ist's, „daß die Bäume des Herrn voll Safts stehen, die Zedern Libanons, die Er gepflanzte hat.“ Darum lobe den Herrn, meine Seele, und gib Ihm allein die Ehre!
Charles Haddon Spurgeon
http://jesus-christus-gottes-wort.blogspot.de/2013/10/psalm-10416-da-die-baume-des-herrn-voll.html
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